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  • Isabella Stocker

Wer pflegt mich?

Wie ist die Situation momentan in Österreich?


Ende 2021 waren in Österreich 467.000 Menschen pflegebedürftig, das sind 100.000 Menschen mehr wie 2011!


Welche Möglichkeiten gibt es?

  1. Pflege zu Hause:

83% der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Es gibt Notruf-Telefondienste und Essen auf Rädern, Heimhilfen und Hauskrankenpflege

Über das Bundessozialamt kann ein Ausweis über die Behinderung angefordert werden. Der Pflegeaufwand kann steuerlich abgesetzt werden.

  1. Pflege zu Hause durch eine Betreuungskraft:

Pflegeaufwand – Kosten für 24-Stunden Betreuung – kann steuerlich abgesetzt werden.

  1. Teilstationäre oder stationäre Pflege

Eine Aufnahme in ein Pflegeheim erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Pflegebedürftigen und scheitert leider oft auch am Platzangebot.


Wie hoch sind in Tirol die Kosten für das Pflegeheim?

Im Moment ist es so, dass neben dem Pflegegeld auch das Einkommen des Pflegebedürftigen herangezogen wird. Sind die Kosten nicht gedeckt, bezahlt der Staat. Ein privates Pflegeheim kostet in Tirol – Pflegestufe 5- 4600 Euro im Monat – Pflegestufe 7 – 5100 Euro im Monat.


Wie hilft mir der Staat?

Wenn Pflegebedarf besteht, kann Antrag auf Pflegegeld gestellt werden. Es gibt 7 Pflegestufen von 1-7: Pflegestufe 1 – Pflegeaufwand mehr als 65 Stunden im Monat!


Angenommen, das Pflegegeld wird zugesprochen, welche Vergünstigungen gibt es noch?

Bezieher vom Pflegegeld sind GIS Gebühren befreit.

Rezeptgebührbefreiung ab 2% des Jahreseinkommens!

Es gibt eine Förderung für die 24 Stunden Betreuung.


Welche Vollmachten sind im Ernstfall nützlich?


Vorsorgevollmacht

Diese Vollmacht ist schriftlich und höchstpersönlich vor einem Notar oder Rechtsanwalt zu errichten. Hier kann die Art und Weise, wie der Bevollmächtige eine Aufgabe zu erfüllen hat, genau geregelt werden und welche Angelegenheiten der Bevollmächtigte regeln darf und kann.


Patientenverfügung

Das ist eine schriftliche Willenserklärung, mit der bestimmte medizinische Behandlungen abgelehnt werden können, wenn der Patient nicht mehr handlungsfähig oder geistig nicht ansprechbar ist.

Hier gibt es eine beachtliche Verfügung und eine verbindliche Verfügung! Eine Patientenverfügung soll mit dem Hausarzt besprochen werden und ist nach Ablauf von 8 Jahren vom Patienten verlängert werden. Auf Wunsch kann die Patientenverfügung im Patientenverfügungsregister vom Notar hinterlegt werden.


Kann man sich darauf verlassen, dass die Familie sich um die Pflege kümmert? Es gibt viele passende Produkte und Möglichkeiten im Ernstfall gut und zufrieden abgesichert zu sein.


Wir beraten gerne zu diesem Thema!

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